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07 April 2016
Jugendorchestertag am 24. April 2016
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06 Januar 2016
Jahreshauptversammlung des Musikverein Hachen e.V.
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27 August 2015
Musikverein Hachen auf den Spuren von "Winnetou und Old Shatterhand"
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Geschichte des Musikverein Hachen

Das kulturelle Leben der alten Freiheit Hachen erhielt Auftrieb, als gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Musikverein Hachen gegründet wurde.

Jenen elf Bürgern, die den Musikverein gründeten, lag besonders die Blasmusik am Herzen, als sie am 07.12.1891 zusammentraten, um sich durch Namensunterschrift der Pflege der Volksmusik zu verpflichten. Die Gründer waren:  Postverwalter Zöllner, Kaufmann Clemens Ricke, Clemens Bartmann, Josef Geue, Josef Ricke-Minner, Wilhelm Cordes, Karl Vornweg, Ferdinand Schulte, Postbote Fricke, Ferdinand Bürger und Josef Schulte.

In der am 27.12.1891 erstmals abgehaltenen Hauptversammlung wurde auch der erste ehrenamtliche zur Führung der Vereinsangelegenheiten berufene Vorstand gewählt. Das Vertrauen erhielten: Clemens Ricke als Präses, Josef Geue als Kassierer und Zöllner als Dirigent und Schriftführer.

Die Gründung erfolgte aus einer gesunden Spielfreudigkeit und dem praktischen Gedanken heraus, bei Veranstaltungen in Hachen nicht auf fremde Musiker angewiesen zu sein. Die jungen Musiker scheuten keine Kosten und Mühen. Das Eintrittsgeld würde auf 10 Mark festgelegt und war sofort bei Aufnahme in den Musikverein zu entrichten. Zusätzlich war ein monatlicher Betrag von 1 Mark zu entrichten. Dies war zur damaligen Zeit sicherlich nur etwas für Idealisten. Gleichwohl meldeten sich jedoch immer mehr Mitbürger, um Mitglied in dem Musikverein zu werden. Dies war auch die Basis dafür, dass schon im ersten Jahr die Instrumente bei der Firma Schuster & Co. In Markneukirchen zum Preis von 348,75 Mark bestellt werden konnten. Es wurden 10% Skonto gewährt. Die Beschaffung wurde zudem unter Mithilfe des Männergesangvereins Eintracht Hachen ermöglicht, der dem jungen Musikverein ein Darlehen über 100 Mark zu 3,5% Zinsen zur Verfügung stellte.

Als erstes Übungslokal stellte Bernhard Schulte für eine Jahresmiete von 60 Mark zwei Zimmer seiner „Neuen Behausung“ zur Verfügung. Es dürfte nicht schwer sein, sich die Begeisterung aber auch Mühe vorzustellen, mit der die Männer der ersten Stunde daran gingen, mit ihren zur damaligen Zeit sicherlich bescheidenen Möglichkeiten einen ersten wohlklingenden instrumentalen Klangkörper zu schaffen. So liest man dann auch in alten Schriften von mannigfaltigen Anfangsschwierigkeiten, insbesondere im finanziellen Bereich, und es tut wohl zu erfahren, dass sich auch schon in den ersten Jahren nach der Vereinsgründung Freunde und Gönner fanden, welche die Ideale des Musikvereins erkannten und unterstützten.



Der erste Weltkrieg brachte das kulturelle Leben des Hachener Musikvereins für etliche Jahre zum Erliegen. Es fehlte an Bläsern, und einige Unentwegte suchten und fanden Anschluss bei benachbarten Vereinen, bis man 1935 einen neuen Anfang versuchte. Bürgermeister Schwartpaul wurde Vorsitzender, Franz Schulte Kassierer, Hubert Henke Schriftführer und Fritz Schulte Kapellmeister. Es wurde ein glücklicher, erfolgreicher Neubeginn.



Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ tiefe Spuren. Aktive Musiker und passive Mitglieder fielen oder wurden als vermisst gemeldet. Josef Schulte sen., der schon 1902 der Blaskapelle als Dirigent vorstand, musste im Jahre 1946 erneut die Stabführung übernehmen, weil sein Sohn Fritz, als vermisst gemeldet, aus dem Kriege nicht heimkehrte. So ging die Arbeit weiter. Josef Schulte jun. trat 1948 die Nachfolge seines Vaters an und leitete die Kapelle mit viel Umsicht und Erfolg bis einschließlich 1972, als ihn gesundheitliche Gründe zwangen, seine Arbeit aufzugeben.

Ein beachtenswerter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war das Konzert, welches die Musikkapellen Hachen und Stockum am 12.01.1963 unter Mitwirkung des Solotrompeters Prof. Franz Willy Neugebauer (WDR Köln) in der Röhrtalhalle Hachen veranstalteten.

Dieser Klangkörper der Kapellen Hachen und Stockum, mit einer Besetzung von 35 Musikern, wurde auch von der Schützenbruderschaft St. Michael Hachen zu ihrem 300-jährigen Jubelfest im Jahre 1963 verpflichtet.

Im April 1966 feierte der Musikverein Hachen sein 75-jähriges Bestehen. An diesem Musikfest nahmen 21 befreundete Kapellen teil, denen es zu verdanken ist, dass das Fest ein voller Erfolg wurde.

Erstmalig am Karnevalssamstag 1967 fand eine Karnevalsveranstaltung in der Gemeinschaft mit dem Männergesangverein Eintracht Hachen statt.

Am 14.01.1970 fand auf vielfachen Wunsch ein zweites Konzert mit Prof. Franz Willy Neugebauer in der Röhrtalhalle statt.

Weiter Höhepunkte der Vereinsgeschichte waren das Konzert mit dem Heeresmusikkorps 13 am 16.12.1972, ferner das Konzert mit dem Marinemusikkorps Nordsee am 07.12.1974. Am 22.05.1976 und 23.05.1976 war der Musikverein Ausrichter des ersten Stadtmusikfestes des neugegründeten Verbandes der musizierenden Vereine im Stadtgebiet Sundern.  Im Jahre 1981 feiert der Musikverein erstmals im Schoße der alten Burgruine sein Burgfest. Im Oktober 1986 konnte der Startrompeter Walter Scholz, Schüler von Prof. Franz Willy Neugebauer, für ein Konzert mit der Musikkapelle gewonnen werden. Weit über 1.000 Zuhörer erfreuten sich der Melodien, die der Startrompeter zu zaubern wusste.

1991 feierte der Musikverein sein 100-jähriges Bestehen und veranstaltete ein weiteres Konzert mit Walter Scholz.